Herrenfrühschoppen 2009


Für Auge und Ohr hatte die Literatin der „Großen Allgemeinen K.G. von 1900 Köln e.V.“ (GA) Brigitte Normann in dieser Session den Herrenfrühschoppen im Sartory „gestrickt“. Der festlich geschmückte Ostermannsaal war am 15. Februar 2009 bis auf den letzten Platz besetzt, als Präsident Hans-Peter Vogel stellvertretend für die anwesenden Gäste und Ehrengäste den Ehrensenatspräsidenten der GA Gottfried Esser sowie u.a. einige „Stammgastgruppen“ aus dem Kölner Karneval begrüßte. So gaben sich z.B. die Kölner K.G. Blomekörfge 1867 e.V., die Große K.G. Greesberger e.V. Köln von 1852 und die Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. die Ehre und feierten begeistert mit.
Als ersten kündigte der Sitzungsleiter danach einen Besucher aus dem Märchenwald an: Das „Rumpelstilzje“ – Fritz Schopps – eröffnete den Reigen der Redner. Bekannt als Reimredner der Spitzenklasse brachte er gekonnt seine satirisch scharfen Pointen zu Gehör. Riesenbeifall war sein verdienter Lohn.
Es folgten die „Klüngelköpp“ – eine Musikgruppe, die jeden Saal zum Kochen bringt. Im Nu standen auch die Herren bei der GA, sangen, schunkelten und rockten mit, sodass viele schon glaubten: „Die nächste Nummer hat es aber jetzt besonders schwer!“
Doch weit gefehlt! Der „Blötschkopp“ – Marc Metzger – brannte wie gewohnt ein Feuerwerk der Redekunst und Wortakrobatik ab. Seine spontanen Aussprüche und seine vielen Situationen angepassten Bemerkungen, manches Mal spöttisch und bissig, aber immer humorvoll und auch liebenswert, veranlassten das Publikum zu stehenden Ovationen. Als er dann die Hauskapelle der GA – die Thomas Arens Combo – in seiner unnachahmlichen Art durch den Kakao zog und als „ukrainische Zirkuskapelle“ bezeichnete, die mit den Tuschs nicht so richtig umgehen könne, schlugen die Musiker zurück. Unter großem Gelächter überreichten sie ihm ein selbst angefertigtes Plakat mit der Aufschrift „3 x Tusch“ und den passenden Noten. Prompt nutzte Marc Metzger dieses Schild, zeigte es den Musikern regelmäßig, wenn er einen dreifachen Tusch wünschte, – und nahm das Plakat selbstverständlich mit nach Hause – oder zur nächsten Veranstaltung.
Zum Schluss der ersten Abteilung gab es dann etwas fürs Auge. Die „Fauth Dance Company“ begeisterte das männliche Publikum mit viel Bewegung, Präzision und Ästhetik. Die adretten Tänzerinnen begeisterten mit mehreren fantastischen und vielseitigen Showtänzen und zählen nicht umsonst zu den besten Ballett-Ensembles in Deutschland. Sie rissen die Herren von den Stühlen, die sich an den hübschen Girls nicht satt sehen konnten und immer wieder Zugaben verlangten. Mit dieser Glanznummer ging es dann in die Pause, die viele zum Klönen oder zum Hämmchen-Essen nutzten.
Frisch gestärkt ging es mit Bernd Stelter in die zweite Abteilung. Der „Werbefachmann“ bestach durch seine fast schon kabarettistisch zu bezeichnenden einfallsreichen und geistvollen Wort- und Musikbeiträge.
In nichts stand ihm der „Kölsche Schutzmann“ – Jupp Menth – nach. Er ist einer der wenigen exzellenten Büttenredner, wenn nicht sogar der einzige, der seine Rede in echter kölscher Mundart vorträgt. So gelang es ihm auch dieses Mal, den Saal zum Zuhören zu bewegen und seine Pointen zu genießen.
Im Anschluss daran konnten sich die Herren wieder etwas mehr austoben. Dafür sorgten „die 3 Colonias“ mit ihren „Leedchern“ sowie ihren kurzen heiteren und fröhlichen Zwischen-Sketchen, vor allem durch „Fränkie“.
Kaum ware diese Gruppe mit großem Beifall verabschiedet, stand schon der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Guido Cantz, „der Mann für alle Fälle“, schaffte es trotz vorgerückter Stunde und trotz einiger von vielen Herren im Saal genossener Kölsch seine Zuhörer zu fesseln. Mit seinen flotten Sprüchen und witzigen Erzählungen erzeugte er im Nu eine bunte Palette vom stillen Schmunzeln bis hin zum lauten herzlichen Lachen.
Die Schlussnummer musste natürlich bei einem Herrenfrühschoppen wieder etwas fürs Auge sein. Die „Cheerleader des 1. FC Köln e.V.“ waren dazu bestens geeignet. Die Truppe bestach durch schmuckes Aussehen und ungekünstelte Freundlichkeit. Gepaart mit Natürlichkeit, präzisen Tanzschritten, fabelhafter Akrobatik, fantastischen und artistischen Hebe- und Standfiguren rissen sie den Saal zu Begeisterungsstürmen hin. Die geforderte Zugabe war dann natürlich nur eine Frage der Zeit.
Doch alles geht einmal zu Ende. So blieb Präsident Hans-Peter Vogel nur noch der Dank an alle Mitwirkenden und an alle helfenden Hände, vor allem an Orga-Leiter Lothar Oestreich, an Literatin Brigitte Normann, an die Thomas Arens Combo und insbesondere an das – wie immer bei der GA – fantastische Publikum.
Bernd Tewes

 

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