Fahrt ins Blaue 2010


Trotz Fußball-WM und obwohl die deutsche Nationalmannschaft an diesem Tag abends ihr erstes Spiel gegen Australien austragen musste, war die traditionelle Fahrt ins Blaue wieder ein großer Erfolg für die Organisatoren der „Großen Allgemeinen KG von 1900 Köln e.V“ (GA).


Pünktlich um 9.00 Uhr morgens begrüßten Präsident Hans-Peter Vogel und Busfahrer Heinz Ehwald bei herrlichem Wetter 36 Mitgliederinnen, Mitglieder und Gäste – vor allem diejenigen, die zum ersten Male dabei waren – und wünschten viel Spaß. Passend zum Titel der Veranstaltung war auch der neue Ehwald-Bus mit blauen Sitzen ausgerüstet.


Schon jetzt ging das Rätselraten über das Fahrtziel los. Erfahrene GA-ler erkannten allerdings sofort, dass es zuerst einmal in Richtung Vorgebirge – der Salat- und Obstschüssel Kölns – ging, wo in der Gaststätte „Waldhof“ in Bornheim-Merten ein gewohnt reichhaltiges, opulentes Frühstück aufgebaut war. Garniert mit lebhaften Plaudereien und Tischgesprächen verging die Zeit im Fluge bis zur Weiterfahrt Richtung „Blaues“.


Aber immer noch war die Frage offen: „Wo ist denn das ,Blaue’“? Erst auf der A 4 wurden die Lösungen konkreter: Aachen? – Kaum! Das war doch schon einmal das Ziel! – Holland? – Das war schon wärmer! Aber die Niederlande sind ja verhältnismäßig groß! – Zum guten Schluss war das Geheimnis gelüftet: Maastricht, die älteste Stadt der Niederlande! Die äußerst große Anziehungskraft dieser Stadt beweisen Bezeichnungen wie „Europas kleinste Metropole“ oder kulinarische Hauptstadt der Niederlande“.


Schnell war am „Stadtrand“ – die Innenstadt war leider wegen eines „Volkslaufes“ gesperrt – ein Busparkplatz gefunden, und nach einem kleinen Spaziergang erreichte die Gruppe das erste Ziel in der Stadt, die „Bisschopsmolen Maastricht“.
Bei Kaffee und Tee sowie Kuchen (eigene Herstellung) informierte der Vater des jetzigen Besitzers Carel van Eerd über dieses historische Bauwerk: Als älteste Wassermühle Hollands fand sie erstmals im 7. Jahrhundert Erwähnung. Im Jahre 1097 erbauten die Eigentümer einen ersten bekannten Holzbau. In der jetzigen Form entstand die Mühle im Jahre 1609. Sie ist heute noch in Betrieb. Ausschließlich wird hier „Dinkel“ (Spelt) zur Herstellung von Vollkornbrot verarbeitet (Interessant: Dinkel nimmt keine Radioaktivität an!). Alle anderen Grundstoffe zur Herstellung weiterer Backwaren stammen aus der Region und werden zugekauft. Im Anschluss an diese Erläuterungen konnten die „Blaufahrer“ während eines Rundgangs die zugehörigen Gebäude, die Bäckerei, die Backstube und das Mühlrad, angetrieben durch das Wasser der „Jeker“, eines kleinen Nebenflusses der Maas, besichtigen. Ihren Abschluss fand die interessante Führung mit einer „Apelsaft-Probe“: Boskoop, Elstar und Jona Gold – alle drei Sorten delikat. Präsident Vogel bedankte sich bei Carel van Eerd für die sachkundige Information und Führung. Präsidenten-Gattin Ulla überreichte den Gesellschaftsorden mit obligatorischem „Bützje“ und einem dreifachen „Alaaf“ – ausnahmsweise erlaubt, da ja im Ausland!


Von den Bisschopsmolen aus war der Weg nicht weit zur Maas. Hier schloss sich eine Rundfahrt auf dem Fluss mit der „Geulvallei“ der „Rederej Stiphout“ an. Vorbei am Regierungsgebäude Limburgs, am Bonnefantenmuseum, am Wohnhaus André Rieus, an der größten Zementfabrik der Niederlande, am St. Pietersberg, an den drei Schleusen und unter der „Servasbrug“ hindurch genossen die „Blaufahrer“ eine Stunde der Ruhe und Erholung. Dann war eine Stunde „freies Bewegen“ angesagt. Die meisten bewegten sich auch – als Einstimmung auf das Abendessen zum nächsten Café oder Eiscafé in den Außenanlagen entlang der Maas.
Das „Grand Café Centre Ville“ war dann eine ausgesucht gute Adresse für ein exquisites Drei-Gänge-Menü: Eine äußerst schmackhafte Tomatensuppe als Vorspeise, Pangasiusfilet mit Nudeln, Fritten und gemischtem Gemüse als Hauptgericht und Crème brûlé mit Eis und Sahne als Nachspeise konnten alle zufrieden stellen und auf die Heimfahrt vorbereiten.


Vorsitzender Kurt Niehaus und Pressesprecherin Anne Gelb-Wintrich bedankten sich im Bus bei Präsident Vogel und seiner Ulla für die hervorragende Organisation dieser wieder einmal gelungenen Fahrt ins Blaue. Anne Gelb-Wintrich überreichte Ulla Vogel ein Glas holländische Pflaumenmarmelade, und Kurt Niehaus steuerte mit humorvollen Worten Nougat bei, den er vorher kostenlos zum Espresso bekommen hatte. Hans-Peter Vogel erhielt ein Glas Fenchel-Senf. Der Präsident bedankte sich dann noch kurz bei allen Mitfahrerinnen und Mitfahrern für diesen schönen Tag und ließ auf die Rundfunk-Reportage des Deutschland-Spiels umschalten. In der Halbzeit-Pause galt ein weiterer Dank Busfahrer Heinz Ehwald für seine hervorragende und sichere „Arbeit“ verbunden mit einem gefüllten Becher und dem Wunsch für eine gute Weiterfahrt. Heinz Ehwald bedankte sich für den Becher und die guten Wünsche. Seinerseits wünschte er nach der Ankunft in Köln einen guten Heimweg, bevor der Fußball wieder das Wort hatte. Exakt mit dem dritten Tor erreichten alle GA-ler schließlich gesund, munter und gut gelaunt die „Bäche“. Vollkommen zufrieden dürften wohl alle gewesen sein, als sie dann später noch von einem weiteren Tor zum 4:0 Sieg der deutschen Nationalmannschaft hörten.


Bernd Tewes

 

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