Kling, Glöckchen, klingelingeling …

Weihnachtlicher Festabend und Jahresausklang


Wenn das so weitergeht … – dann braucht die „Große Allgemeine KG von 1900 Köln e.V.“ (GA) bald ein neues Kasino. Nur mit zusätzlich gestellten Tischen und geschickt umgestalteter Räumlichkeit war der Andrang zum weihnachtlichen Jahresausklang am 11. Dezember 2009 unter dem Motto „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ zu bewältigen.

Im rappelvollen, festlich geschmückten Kasino erschien der gesamte Vorstand mit Verspätung. Der Grund dafür klärte sich allerdings schon bei der Begrüßung durch den Präsidenten Hans-Peter Vogel auf: Im benachbarten Hotel „Wasserturm“ war der gemeinnützige Förderverein der GA gegründet worden. Prompt meinte Hans-Peter Vogel: „Dem Spenden sind nun keine Grenzen mehr gesetzt! Das Finanzamt spendet mit!“ Da einigen Anwesenden schon der Hunger aus den Augen guckte, verkürzte er die Begrüßung mit der Eröffnung des Büfetts.

Von den „GA-Star-Köchen“ Lothar Oestreich und Martin Bracker zubereitet und entsprechend präsentiert standen die herrlichsten Leckereien auf den Büfett-Tischen. Eine hervorragende Zucchini-Creme-Suppe; als Vorspeisen z.B. Matjes, Räucherfisch, Lachsplatte oder Kasseler mit Aprikosendip; mehrere Hauptgerichte – Wildschweingulasch, Krustenbraten oder Putengeschnetzeltes in Curry-Weißwein-Sauce – mit den passenden Beilagen Kartoffelgratin Spätzle, Gemüseplatten und Salatvariationen. Auch beim Dessert konnten die GA-ler aus Obstsalat, Tiramisu oder Käsevariationen auswählen. Wer da nicht satt wurde, war selber schuld.

Zwischen Hauptgericht und Dessert standen zum Entspannen und zum Luftholen drei interne Höhepunkte auf dem Programm: Zunächst wurde der „Nubbel“ getauft. „Pastor“ Thomas Vogel nahm diese feierliche Handlung mit den „Tills“, der Jugendgruppe der GA, vor. Die von der GA-Jugend hergestellte Figur erhielt den Namen „Rüdiger“. Als Taufpaten fungierten dabei Rita Rheinländer und Klaus Tandel. Die beiden gelobten, bis zum Ende der Session für Rüdiger die Verantwortung und Aufsicht zu übernehmen. Danach erfreute der „Bellejeck“ Ludger Brackmann das Publikum mit einem Weihnachtsgedicht in „Denglish“. Zum guten Schluss stellte Rita Rheinländer als Leiterin des Ambulanten Karnevalsdienstes (AKD) ein eigenes Weihnachtsprogramm dieser Gruppe vor. Volker Herb hatte auf bekannte Melodien drei Lieder besinnlich und humorvoll getextet (auf Neudeutsch „Cover-Versionen), die er selbst und Irene Becker zu Gehör brachten. Ihnen schloss sich Birgit Althoff mit einem Gedicht an. Eines jedoch durfte nicht fehlen, der Clou einer jeden Weihnachtsfeier: ein Krippenspiel. So hatten die Akteure des AKD’s auch dies vorbereitet. Nur die Spieler fehlten ihnen, und so wurden die Darsteller einfach aus dem Publikum ausgewählt und ausstaffiert. Herrlich anzusehen: Präsident Hans-Peter Vogel als Christkind mit einem Riesen-Schnuller. Vizepräsident Dr. Christian Höll und seine Christiane mussten Maria und Josef darstellen. Als Esel durfte Schatzmeister Hartmut Hensiek, als Ochse Vorsitzender Kurt Niehaus und als Schaf Literatin Brigitte Normann ran. Marketingvorstand Wiethold Snyders musste als Hirt aufpassen, dass das „Viehzeug“ keine Dummheiten machte. Zu dem bekannten kölschen Weihnachtslied „mer kumme us däm Morjenland“ zogen nach diesen Vorbereitungen die Heiligen Drei Könige zur Krippe und brachten dem Christkind Gold, Weihrauch und Myrrhe, d.h. als Ersatz ein Glas Kölsch, einen Joint und „Murre“ (für Zugereiste eine Möhre). Unterstützt wurde die Gruppe weiter noch von Anita Nissen, Uschi Grußendorf, Irmgard Bauer und Michael Meis. Ein Riesen-Applaus war der Lohn für diese gelungene Darbietung des AKD’s.

Nach dem nun heiß ersehnten Dessert bedankte sich Präsident Hans-Peter Vogel bei allen Mitwirkenden und ließ das vergangene Jahr Revue passieren – diesmal erfreulich kurz. Er meinte: „Wer es genauer wissen will, kann ja alles im Festheft nachlesen!“ Ein weiterer Dank galt dann noch dem Vorstand, den Flöhen (der Kindertanzgruppe), den Tills, den Ratsherren und Senatoren, den neu gegründeten Kayjass-Wievern und allen Mitgliederinnen und Mitgliedern der Gesellschaft. Hier unterbrach Vorsitzender Kurt Niehaus seinen Präsidenten und holte dessen Sohn Thomas dazu. Sein Dank galt den beiden „Vogels“. Dann stellte er die beiden zum Vergleich Rücken an Rücken und kam zu dem Ergebnis: „Thomas, du bist der Größere. Hans-Peter, du bist der Dickere.“ Anschließend präzisierte er seine Feststellung, indem er die Gestaltung des Festheftes und die Internetarbeit des Präsidentensohnes besonders hervorhob und würdigte. Für den Präsidenten reichte ein Händedruck des Vorsitzenden. Thomas Vogel erhielt als äußeres Zeichen von Kurt Niehaus einen Umschlag mit einem Gutschein für einen schönen Abend. Vom Publikum folgte als Dankeschön für beide ein Riesen-Beifall. Zum Schluss wünschte Präsident Hans-Peter Vogel allen Anwesenden auch im Namen des Vorstandes ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2010, bevor der gelungene Abend bei anregenden Gesprächen ruhig und gemütlich ausklang – bei dem einen kürzer, bei dem anderen etwas länger.

Bernd Tewes

 

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