Gala zum 11. im 11. – Et jeit widder loss


Mitglieder und Gäste der „Großen Allgemeinen KG von 1900 Köln e.V.“ (GA) im großen vollbesetzten Ballsaal des Senatshotels waren gespannt: Was hat sich der Vorstand in diesem Jahr zur Sessionseröffnung einfallen lassen?

Sie wurden wahrlich nicht enttäuscht. Am Samstag, dem 14. November 2009, hieß es „Et jeit widder loss“. Schon am Eingang empfingen Vorsitzender Kurt Niehaus, Vizepräsident Dr. Christian Höll, Orgaleiter Lothar Oestreich und Geschäftsstellenleiter Martin Bracker die Gäste mit einer wunderschönen langstieligen Rose (nur für Damen) und dem neuen aktuellen Sessionsorden.

Pünktlich um 20.00 Uhr begrüßte Präsident Hans-Peter Vogel alle Anwesenden, insbesondere Alexandra Kassen, die Prinzipalin des Senftöpfchen Theaters, Alt-Oberbürgermeister Fritz Schramma mit seiner Gattin Ulla (übrigens stört ihn das „Alt“ in dieser Bezeichnung sehr – Kölsch ist ihm lieber), die Ehrensenatspräsidenten der GA Paul Neumeister mit seiner „Eule“ (keine Beleidigung – Kosename seiner Gattin Karin) und Gottfried Esser mit seiner Elli. Unterbrechen musste Präsident Vogel hier seine Begrüßungen, da Elli Esser am gleichen Tag ihren Geburtstag feiern konnte und somit Anspruch auf eine musikalische Ehrung hatte. Eingeschlossen in dieses Ständchen wurde Mitglied Dirk Schulze, der ebenfalls Geburtstag hatte. Im Anschluss daran konnten weitere Ehrengäste begrüßt werden: Senatspräsident Günther Radajewski von der KG „Die Grosse von 1823 KG e.V.“ mit seiner Gisela zusammen mit Orgaleiter Jörg Häuser und Geschäftsstellenleiter Rainer Gries, des Weiteren Willi Egger, Ehrensenator der GA und Baas des Stammtischs der Kölner Senatspräsidenten, mit seiner Monika, Jupp Jäger von den „Muuzemändelcher“, aus Eltville Horst Haas vom „Eltviller Carnevals Verein“ und stellvertretend für den Vorstand der GA den Vorsitzenden Kurt Niehaus mit seiner Rita. Nach dieser langen Liste konnte endlich das erste „Alaaf“ der neuen Session ertönen. Der Salut aus einer Folienkanone – als Überraschung gedacht – kam allerdings mit Verspätung, aber für jeden im Saal deutlich hörbar.

Erster Höhepunkt der Gala waren die „Flöhe“, die Kindertanzgruppe der GA. Deutlich war die Handschrift der neuen Trainerin Anna Sahm zu erkennen, die selbst noch aktiv bei der Luftflotte tanzt. Wieder einmal stark verbessert – viel mehr geht eigentlich in diesem Alter nicht – begeisterte die Truppe zunächst mit einem Potpourri „Sansibar“, gefolgt von „Himmlisch jeck“. Damit aber nicht genug: Nachdem Präsident Vogel seinen Dank an die Leiterin Angie Meis, Trainerin Anna Sahm, Co-Trainerin Cleo Danielczik und alle Floheltern ausgesprochen hatte, durfte der bisher einzige „Ehrenfloh“ Karl-Heinz Scherer einen zweiten ernennen. Geehrt mit diesem seltenen Titel wurde Käthe Rennecke, die in der Gründungsphase der Flöhe sämtliche Kostüme „för ömesöns“ genäht hatte. Die sich anschließende Zugabe der Flöhe mit vielen Hebefiguren war fast noch besser und schmissiger als das „Grundprogramm“. Dementsprechend war auch der Beifall des karnevalistisch sachverständigen Publikums. Auch die Liedzugabe der kleinen Lara belohnten die Zuschauer und Zuhörer mit einem Riesenapplaus. Alle Flöhe erhielten dann vom Vorstand als Dankeschön einen speziellen Schokoladenorden mit Marzipan. Cleo Danielczik zudem belohnte Präsident Vogel mit der Verdienstmedaille in Silber, Anna Sahm und Angie Meis jeweils mit einem „dicken“ Blumenstrauß. Auch das dreimal „Kölle Alaaf“ fehlte natürlich nicht bei der Verabschiedung dieser herrlichen GA-Truppe.

Zur Erholung startete nach dem begeisternden Auftritt der Flöhe die inzwischen wohl zur Hausband der GA aufgestiegene „High Energy“ aus Idstein eine erste kurze Tanzrunde.
Dann hatte wieder Präsident Vogel das Wort. Er begrüßte Erika Eggesiecker als neues Mitglied der GA-Familie. Außerdem konnte er einen großen Teil der „Tills“, der Jugendgruppe der GA willkommen heißen. Na ja, der Präsident musste an diesem Abend ganz schön arbeiten! Aber es sollte noch mehr Arbeit auf ihn zukommen!
„Bellejeck“ Martin Gruber, der diese Symbolfigur des Kölner Karnevals und der GA in der vorigen Session dargestellt hatte, gab nach Ablauf seiner „Amtszeit“ seine Schelle (Belle) zurück und erntete den Dank für seine hervorragenden Leistungen in Form des neu geschaffenen „Bellejeck-Ordens“. Er selbst bedankte sich für die Unterstützung durch die gesamte GA, besonders durch Pressesprecherin Anne Gelb-Wintrich und Literatin Brigitte Normann.
Natürlich stand auch der neue „Bellejeck“ schon parat. In der neuen Session 2009/2010 wird Senator Ludger Brackmann dieses Amt ausüben und erhielt als äußeres Amtszeichen vom Präsidenten die Belle überreicht. Ludger Brackmann verband seinen Dank an Vorbild Martin Gruber mit der Bemerkung, dass Narren ja bekanntlich „vogel“frei seien und trug unter großem Beifall ein launisches Gedicht über seine kommende Funktion vor. Außerdem wünschte er allen – getreu dem Sessions-Motto – „vill Spaß beim Bütze en Kölle“. Präsident Vogel ließ es sich daraufhin nicht nehmen, Ludger Brackmann zum Ratsherrn zu ernennen und auf den Bellejeck und den neu ernannten Ratsherrn ein dreifaches „Kölle Alaaf“ auszurufen.

Während der folgenden zweiten Tanzrunde mit „High Energy“ bestand dann Gelegenheit, sich etwas auszuruhen oder aber auch sich aktiv zu betätigen.
Im Anschluss daran konnte Präsident Vogel als zweites neues Mitglied Norbert Schmidt begrüßen und die nächste Programmnummer ankündigen. Der Frauen-Shanty-Chor „Ahoi Brausen“ begeisterte mit schrägen kölschen Liedern, durchweg Parodien auf bekannte Seemanslieder. Der Dank des Präsidenten mit Orden für die Leiterin und Rosen für alle Chormitgliederinnen war dabei äußeres Zeichen. „Et wor wunderschön, et wor … janz anders!“, fasste er den Auftritt unter dem Beifall der GA-ler zusammen.

Als dann der Geschäftführende Vorstand der GA auf die Bühne gerufen wurde, wussten alle, dass ein besonderer Höhepunkt bevorstand – die Verleihung des Ordens „För dat äch Kölsche Hätz“ an Alt-Oberbürgermeister, Pardon, an Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma. Zunächst einmal gab Präsident Hans-Peter Vogel einen kurzen Abriss über das „Leben“ des Ex-OB’s und seine neunjährige Tätigkeit als „Erster Bürger der Stadt Köln“. Dabei habe er sich immer wieder als großer Freund des Kölner Karnevals präsentiert und sein kölsches Hätz gezeigt. Dies bewiesen auch die vielen karnevalistischen Ehrungen, wie z. B. die Ehrenmitgliedschaft im Festkomitee des Kölner Karnevals. Fritz Schramma bedankte sich für die seltene tolle Auszeichnung, über die er sich nach eigenen Worten „sehr freut“ und auch „ein bisschen stolz darauf ist“.

Locker und leicht ging es dann in die dritte Tanzrunde.
Anschließend musste der Präsident „weiterarbeiten“. Die Ehrungen verdienstvoller Mitglieder standen auf dem Programm. Hans-Peter Vogel würdigte als Erstes die ständige Unterstützung der GA durch Manfred Hähle als Rosenmontags-Gruppenwart, durch Hermann Bersé als Senator mit vielfältigen Aufgaben und durch Brigitte Normann als Literatin. Alle drei erhielten vom Präsidenten die Verdienstmedaille in Silber und vom „Saal“ ein dreifaches „Kölle Alaaf“. Als Zweites ehrte der Geschäftsführende Vorstand die Mitgliederinnen und Mitglieder des „Ambulanten Karnevalsdienstes“ (AKD), der seine soziale Tätigkeit in den verschiedensten Senioren- und Krankeneinrichtungen ausübte und diese Aktionen in Zukunft auch über das ganze Jahr hinweg ausdehnen wird. Alle erhielten die Verdienstmedaille in Silber. Vorsitzender Kurt Niehaus überreichte zusätzlich ein großes Schild mit dem Namen des AKD’s für zukünftige Auftritte. Ein Riesenbeifall war der verdiente Lohn verbunden mit „dreimol Kölle Alaaf“. Last not least wurden als Drittes die Senatoren Frank Eckstein und Bernard Courivaud mit den üblichen Alaaf-Rufen zu Ratsherren ernannt.
Nach der vierten Tanzrunde konnte Präsident Vogel zu seiner großen Freude wieder zwei neue Mitglieder, Martin Sauerwein und Jupp Jäger, in der GA-Familie begrüßen.

Als letzten Höhepunkt hatte der Vorstand der GA keine Kosten und Mühen gescheut. Weltklassekünstler betraten die Bühne im Senatshotel. Howard Carpendale war der Erste in diesem illustren Kreis. Es folgten Karel Gott, Roy Black, und Uncle Satchmo Louis Armstrong. Spätestens jetzt dürfte der aufmerksame Leser wohl gemerkt haben: „Das ist doch gar nicht möglich! Oder kommen die direkt aus dem Himmel?“ Reinhard Liess aus Duisburg, ein bekannter Sänger und Stimmenimitator, stand vor dem begeisterten GA-Publikum. Es folgten Roberto Blanco, Elvis Presley, Roy Orbison, Costa Cordalis, Bata Illic, Truck Stop, Udo Jürgens, Rex Gildo, Reinhard Mey, Johnny Cash und Adriano Celentano. Natürlich ging es bei diesem exzellenten Vortrag nicht ohne Zugabe: Mit Roger Whittaker und „Bye, bye, my love“ endete der grandiose Auftritt gefolgt von Beifallsstürmen sowie dem Dank des Präsidenten mit dem Sessionsorden und dreifachem „Kölle Alaaf“.
„Aller guten Dinge sind sechs“, meinte Präsident Vogel kurz nach der Ehrung und stellte die neuen Mitglieder Nr. 5 und 6 dieser Gala vor. Auch Karin und Frank Edelhagen wollten in Zukunft zur GA-Familie gehören und waren herzlich willkommen.

Die Arbeit des Präsidenten neigte sich dem Ende zu. Es blieb noch ein herzliches Dankeschön an die Kapelle sowie Orden und Alaaf für die beiden Damen und die beiden Herren, die den Abend (und die Nacht) so hervorragend musikalisch verschönt hatten. Die vier mussten allerdings noch „weiterarbeiten“. Denn jetzt hieß es: Musik und Tanzen bis zum Abwinken!

Bernd Tewes






Die Gala 2009 aus persönlicher Sicht einer jungen Dame


Darf ich bitten?

Ja Sie dürfen bitten!

Auch Ende des Jahres 2009 lud der Vorstand der „Großen Allgemeinen KG von 1900 Köln e.V.“ (GA) zur Sessionseröffnung und zur Gala: „Et jeit widder loss“ – und wenn man von dem positiven Feedback ausgehen darf, wird sie das auch nächstes Jahr wieder tun.

Aber von vorne: Schließlich benötigt so eine Gala auch eine gewisse Vorbereitung. Und diese begann, jedenfalls für die Mädels, mit der Auswahl der richtigen Kleider. Ganz nach dem Motto „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ wurde in den Geschäften nach den passenden Stücken gesucht, und schließlich wurden auch die richtigen gefunden. Am Tag der Gala selbst musste dann noch für das richtige Styling gesorgt werden. Auch Mütter versuchten sich als Hobby-Friseusen und verrichteten schon beinahe Kunstwerke auf den Köpfen ihrer Töchter, wobei sie wahrscheinlich gleichzeitig ein paar Nerven lassen mussten. Letztendlich war das Ergebnis aber doch gelungen, und im Laufe des Abends erhielt die holde Weiblichkeit auch schon mal das ein oder andere charmante Kompliment über die gelungene Hochsteckfrisur.

Am Anfang tanzten die jungen Damen möglicherweise noch etwas verhalten, weil ja die Frisur nicht zerstört werden sollte. Aber das legte sich ziemlich schnell, und die erlernten Schritte des letzten Tanzkurses gingen immer lockerer von den Hüften. Spätestens als Klaus und Wolfgang, unsere Vorzeigekünstler in Sachen Tanzen, das Parkett betraten, kamen die Tänzerinnen richtig in Tanzstimmung. Die beiden „Jecken von der flotten Sohle“ hatten die Musik, aber auch ihre Tanzpartnerinnen fest im Griff.

Eine willkommene Abwechselung zum Tanzen bildeten die Ehrungen und Darbietungen, die sich über den ganzen Abend verteilten und für gute Stimmung sorgten, wie zum Beispiel „Die Brausen“. Zwischendurch wurde dann auch gegessen. Dabei blieben sportliche Damen allerdings, wenn sie auch weiterhin noch leicht und beschwingt tanzen wollten, bei Salat. Mit schwerem Essen lässt es sich ja bekanntlich nicht mehr so leicht übers Parkett „schweben“.

Wie man so sagt, vergeht die Zeit zu schnell, wenn man Spaß hat; und das war an diesem Abend nicht anders. Schließlich zeigte die Uhr eins. Auch die geübtesten Tänzerbeine machen einmal schlapp, und so verließ ich als Letzte die Tanzfläche. Das gute Gefühl und die Vorfreude auf das nächste Mal aber blieben!

Kerstin Susota

 

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