Städtereise 2007

20. Städtereise der Grosse Allgemeine
nach Eberbach -Romantische Reise in die Vergangenheit


Es war mal wieder so weit! Pünktlich um 9.00 Uhr am 24. August starteten die Städtereisenden der GA im Bus von und mit Heinz Ehwald Richtung Odenwald. Hans-Peter Vogel, Präsident der „Große Allgemeine“, begrüßte die Teilnehmer und freute sich mit allen auf ein schönes verlängertes Wochenende. Die Wolkenkehrmaschine hatte er rechtzeitig bestellt, und diese hatte so hervorragend gearbeitet, dass das herrliche Wetter sogar drei Tage lang anhielt. Nach den besten Wünschen für eine „Gute Fahrt“ und „Viel Spaß“ rollten bereits die ersten Spenden an, und erfrischender Kaffeduft durchzog den Bus.


Erstes Ziel der Reise war die Raststätte Heiligenroth. Außer einem wie immer vorwiegend von den GA-Damen organisierten ausgezeichneten Sekt-Frühstück gab es hier eine Parkplatz-Radarkontrolle zu „bewundern“. Der Präsident meinte anschließend, es sei extrem schwierig gewesen, diese genau zu diesem Zeitpunkt für die GA zu organisieren.


Nach einer guten Stunde Aufenthalt ging es weiter zum Hauptziel der Reise: Eberbach im Odenwald. In aller Ruhe konnten hier die Zimmer im „Hotel Karpfen“ bezogen werden. Auch eine kurze Erholungspause oder ein kurzes Mittagsschläfchen waren möglich.


Auf diese Ruhephase folgte ein Gewaltmarsch von etwa 100 Metern. Neben dem ältesten katholischen Pfarrhaus von Eberbach befindet sich das Küferei-Museum von Werner und Friedel Helm. Bei einem Gläschen Wein stellte der „Chef“ selber die rhetorische Frage: „Wer weiß heute noch, wie ein Fass entsteht?“ Die Teilnehmer der Städtefahrt 2007 sind inzwischen bestens informiert. Anhand der vorhandenen komplett eingerichteten Werkstatt und Obstkelterei seines Vaters Friedrich Helm sind alle Arbeitsvorgänge bis zum fertigen Fass nachvollziehbar. Fässer aus Eiche werden übrigens schon seit etwa 2500 Jahren von Küfern (auch Böttcher oder Büttner genannt) hergestellt: Butterfässer, Jauchefässer, Weinfässer, Bierfässer u.v.m. gehören zur breiten Palette der Fassbauer. Prunkstück des Museums ist der „Eberbacher Weinbrunnen“, ein handwerkliches Meisterstück (erbaut im Jahre 1974), in das der Meister sein ganzes Können eingebracht hat. Am Ende der Führung bedankte sich Hans-Peter Vogel für die äußerst qualifizierten, fach- und sachkundigen Informationen mit dem Orden der Gesellschaft.


Bis zum Abendessen bestand nun Gelegenheit, Eberbach unsicher zu machen. Jeder konnte seine Freizeit nach eigenem Gutdünken gestalten. Dies wurde natürlich auch ausgiebig genutzt.
Der zweite Gewaltmarsch des Tages schloss sich am Spätnachmittag an, etwa 150 Meter zum „Wirtshaus Krabbenstein“, einem Gasthaus, das auf eine mehr als 380 Jahre alte Tradition zurückblicken kann. Ein vorzügliches, frisch zubereitetes Abendessen rundete diesen ersten Tag der Reise ab: Geflügelsalat als Vorspeise, gefolgt von einem gemischten Salatteller, dann der Hauptgang – bestehend aus 3 Sorten Fleisch mit Fritten – und Eis mit Erdbeeren und Sahne als Dessert. Wer dann noch nicht müde war (fast keiner), ließ den Tag individuell ausklingen.


Der zweite Tag begann mit einem opulenten Frühstücksbüfett. Anschließend startete der Bus zum nächsten Ziel der Städtereise: Miltenberg. Hier konnte sich die Gesellschaft im herrlichsten Sonnenschein auf dem Main, der in diesem Gebiet die natürliche Trennlinie zwischen Odenwald und Spessart bildet, bei einer Rundfahrt mit der „Sivota“ entspannen. Das sich anschließende Mittagessen in der „Brauerei Keller“, ein hervorragender reichlich bemessener Winzerteller, war der Auftakt zur freien Zeitverfügung in diesem schönen Odenwald-Städtchen. Viele Reisende waren als Zuschauer beim Festzug zur Michaelis-Messe – einer einwöchigen Verkaufsmesse – dabei, andere wiederum vergnügten sich auf dem großen Rummelplatz mit Verkaufsständen und Riesenrad, z.T. sogar als begeisterte Fahrgäste, oder aber sie genossen Kaffee, Kuchen und Eis in einem ruhigen Café. Es soll sogar vorgekommen sein, dass einzelne Nimmersatte mehrere dieser Aktivitäten ausübten. Nach der Rückfahrt zum Hotel in Eberbach war dann Gelegenheit zu einer kurzen Erholungspause und genügend Zeit, um sich für das Gala-Essen im gleichen Hause umzuziehen.


Das traditionelle Gala-Essen begann mit der offiziellen Begrüßung durch den Präsidenten Hans-Peter Vogel und einem Sektempfang. Während dieses Umtrunks gab es für Marianne Schilling eine ganz besondere Ehrung. Hans-Peter Vogel überreichte ihr für die 20. Teilnahme an einer Städtereise – übrigens das einzige GA-Mitglied, das bei allen Fahrten dabei war – mit den besten Wünschen für noch viele kommende Reisen und passend zum diesjährigen Reiseziel einen „Eber“.


Das sich anschließende 4-Gänge-Menu wurde eingeleitet durch Schmalzhäppchen, gefolgt von einem vorzüglichen Blattsalatteller mit gebratenen Pilzen. Auch der Hauptgang bestach durch hervorragende Qualität. Es wurden Schweinelendchen mit Gorgonzolarahm und dazu hausgemachte Eierspätzle sowie hausgemachte Kartoffelklöße gereicht. Abgerundet wurde das Menu durch einen speziellen Dessertteller „Hotel Karpfen“. Zwischen „Zupp un Jemös“ – Pardon: zwischen Hauptgang und Dessert – gab Senator Bernd Tewes drei kurze kölsche Vorträge zum Besten: Maach et noch ens, Noah – De Weihnachtsmess – Un am Samstag weed jebaad. Alle drei Episoden wurden mit herzlichem Lachen und Schmunzeln aufgenommen.
Im Anschluss an das Essen dankte Senator Martin Bracker den „Veranstaltern“ Hans-Peter und Ulla Vogel für ihre Arbeit und Mühe bei der Organisation und Gestaltung dieser Städtefahrt. Er überreichte dem Präsidenten im Namen aller Mitreisenden einen Holzteller mit einem „süß gefüllten“ Humpen, dazu einige Tüten mit Mandeln, Cashew-Kernen, Erdnüssen und ähnlichen Leckereien. Außerdem konnte er sich ein Lebkuchenherz mit dem Aufdruck „Du warst spitzenmäßig“ um den Hals hängen. Präsidentengattin Ulla Vogel freute sich ebenfalls über ein Lebkuchenherz mit der Bezeichnung „Sternschnuppe“. Außerdem darf sie sich zusätzlich vom Präsidententeller bedienen. Die beiden „Vögel“ bedankten sich bei allen Anwesenden und versprachen, nicht nur das Lob zu genießen, sondern auch weitere Städtereisen für die GA-Mitglieder zu organisieren. Damit war der Abend natürlich noch nicht zu Ende. Gemütlichkeit und Geselligkeit waren bis in die späte Nacht hinein angesagt, bei herrlichem Wetter im Biergarten des Hotels.


Die diesmal etwas kürzere Bettruhe und das Räumen der Zimmer waren die Gründe dafür, dass das Frühstück am dritten Tag etwas länger ausgedehnt werden durfte. Mit gepackten Koffern im Bus stand dann „Michelstadt“ auf dem Programm. Stadtführer Bernd Lübbers, ein waschechter Karnevalsjeck, Vorstandsmitglied des Karnevals-Vereins Narrhalla Michelstadt e.V., bestach sowohl durch seine Orts- und Geschichtskenntnisse als auch durch eine exzellente, humorvolle Präsentation. Der Rundgang mit ihm durch Michelstadt begann am Marktplatz, einem typisch mittelalterlichen Platz, der früher den Kreuzpunkt zweier Handelswege bildete: Frankfurt – Augsburg und Würzburg – Worms. Auf diesem Platz befinden sich auch das „Historische Rathaus“ , erbaut im Jahre 1484, und der Marktbrunnen, erstellt 1575. Im bis 1972 genutzten Ratssaal erklärte Bernd Lübbers, dass Michelstadt im Jahre 741 erstmals urkundlich erwähnt wurde und somit die älteste Stadt in der Region (Odenwaldkreis) ist. Hier überreichte er dem Präsidenten der GA drei Orden der „Narrhalla“, die er „zufällig“ bei sich hatte, und jedem GA- Mitglied einen Vereins-Button. Prompt bedankte sich Hans-Peter Vogel mit dem Orden der GA. „Damit hatte ich aber auch gerechnet“, war der Kommentar des Stadtführers. Weiter ging es zur Stadtmauer mit ihrem Schutz- und Fliehturm aus dem 6. Jahrhundert, später einem Gefängnis und deshalb im Volksmund auch Diebsturm genannt. Die Michelstädter Burg, die Stadtkirche und die Synagoge lagen dann noch auf dem Weg zum nächsten Ziel: dem Elfenbeinmuseum, einer Privatsammlung des Elfenbeinschnitzers Ulrich Seidenberg. Er selbst führte die Städtereisenden durch sein Museum und gab Erläuterungen zu seiner Sammlung, die er 1949 mit Exponaten aus aller Welt begonnen hatte. Böse Zungen behaupten, dass einige Karnevalisten sich längere Zeit in der sonst geschlossenen Erotik-Abteilung aufhielten oder sich immer wieder heimlich von der Führung absonderten. Das wird aber wohl nur ein Gerücht sein!
Die beiden Führungen hatten bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für großen Appetit gesorgt, und so ging es zum Mittagessen in den „Michelstädter Rathausbräu“. Der Salatteller als Vorspeise, gefolgt von Biergulasch mit Knödeln und Dessert sowie selbst gebrautes Bier fanden hier dankbare Abnehmer. Rundum gesättigt begann dann die Heimfahrt. Nach einer kurzen Pause auf dem Rastplatz Nentershausen und als schließlich die geliebte Heimatstadt Köln in Sicht war, galt der allgemeine Dank dem zuverlässigen und sicheren Fahrer Heinz Ehwald. Der Präsident der GA schloss in diesen Dank alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Städtereise mit ein, wünschte allen eine gute Heimfahrt und sprach die Hoffnung aus, alle im nächsten Jahr gesund und munter wiederzusehen. Heinz Ehwald bedankte sich ebenfalls bei allen Anwesenden und wünschte einen GUTEN Heimweg. Pünktlich gegen 18.00 Uhr endete die Fahrt mit zufriedenen Mienen am Startpunkt, den Bächen.


Fazit: Es war eine wunderschöne, ruhig und äußerst harmonisch verlaufene Städtereise, wie man es sich einfach nicht besser wünschen und vorstellen kann. Alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer freuen sich schon auf die nächste, die 21. Städtereise.

 

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