Tills in der Unsichtbar


Zum gemeinsamen Essen traf sich am 9. Oktober 2008 die
Jugendgruppe der GA – die Tills – in dem Restaunt “Die unsicht-Bar”.
Die unsicht-Bar ist ein von Blinden geführtes Restaurant im Herzen von Köln, in dem bei völliger Dunkelheit gegessen wird. Die Gäste bekommen hier ein Gefühl für die Welt der Blinden.
Jeder hatte schon einmal von diesem Restaurant gehört, aber keiner kannte es. Alle waren gespannt, wie es da drinnen wohl aussehen würde. Die Kellnerin Aiba führte die Gruppe durch eine Schleuse in das völlig schwarz dunkle Lokal. Jegliche Lichtquelle wie Handy´s, Leuchtuhren etc. wurden vorher abgegeben. Zur Polonäse aufgestellt und im Entenmarsch ging es quer durch das Lokal zum Tisch. Die Konfrontation mit der absoluten Dunkelheit ließ keinen von den Tills an Karneval denken.


Die Speisekarte wurde bereits voher am Empfang gelesen, aber geholfen hat das wenig. Man konnte zwischen Lamm, Geflügel, Fisch etc. wählen, aber dann standen bei jedem Gericht sehr blumige Beschreibungen wie “Gemüsenest an Variationen aus dem blühenden Garten”. Man wusste nicht, was es war, also war die Überraschung groß. Am Tisch wurde erst einmal die Umgebung inspiziert – mit den Händen versteht sich. Das Trinken ging schon ganz gut, aber das
Essen mit Messer und Gabel gestaltete sich schon
problematischer. Die Quote der Leerfahrten zum Mund war recht hoch, und die Geräusche mit der Gabel erinnerten sehr an einen Goldsucher. Die Techniken des Essens wurden sehr erfinderisch.
Obwohl nicht alle erkannt haben, was da in den Mund geschoben wurde, gab es eine einhellige Meinung:
Es war absolut lecker und ein wirkliches Erlebnis.


Rita Rheinländer

 

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