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21. Städtereise der „Große Allgemeine“ nach Ostfriesland Nordsee – Wellen und Mee(h)rDas hat es bei der „Großen Allgemeinen“ seit Langem nicht mehr gegeben! Zur Städtefahrt 2008 lagen so viele Anmeldungen vor, dass der Bus zu klein war und drei Paare freiwillig-gezwungen mit dem eigenen PKW fuhren. Außerdem reichte ein Hotel nicht aus, um alle Städtefahrer unterzubringen. Da waren es eben zwei! Wie geplant um 14.45 Uhr erreichte die Gruppe Papenburg und startete einen Rundgang durch die Meyer-Werft, die zu den modernsten Betrieben dieser Art im internationalen Vergleich gehört. Ulla Sonntag, eine gut geschulte und kompetente Betreuerin, begann ihre Führung mit der am Pier liegenden “Celebrity Solstice“, dem neuesten Luxus-Kreuzfahrschiff der Werft. Mit etwa 120 000 BRZ und mehr als 300 m Länge können 2800 Passagiere hier ihren Urlaub genießen. Dabei bietet dieser Luxus-Liner 1400 Menschen lohnende Arbeitsplätze. Im Besucherzentrum sahen die GA-Touristen einen Film, der sie auf den weiteren Rundgang vorbereitete. In verschiedenen Räumlichkeiten konnten sich die Besucher im Anschluss daran über die Unternehmensgeschichte, die Werft und ihre Mitarbeiter heute sowie das Bauprogramm informieren. Ergänzend bestaunten sie anhand von Fotogalerien und Modellen fertig gestellte Schiffe, Musterkabinen und viele Exponate. Höhepunkt der Führung war dann die Besichtigung der Baudocks. Hier werden die Schiffsneubauten der Meyer-Werft – Passagierschiffe, Containerschiffe, Fähren, Gastanker, Tiertransporter und Kreuzfahrschiffe – in zwei überdachten Hallen ausgeführt, wobei etwa 2400 direkt Beschäftigte und tausende von Mitarbeitern der Zulieferfirmen am Bau dieser Schiffe beteiligt sind. Präsident Vogel bedankte sich zum Abschluss bei der charmanten Führerin mit dem Gesellschaftsorden und dem obligatorischen Bützje. Auf der Weiterfahrt zum Tagesendziel – Minsen – erzählte Senator und Zugwart Manfred Hähle von seiner Heimat im Norden, d.h. von Ostfriesland -Papenburg, Emden, Aurich. Er plauderte über Geschichte, Landschaft, Besonderheiten, Kultur, Sport, Warften, Deichbau, Landrecht, Moorkolonisation und Infrastruktur dieser Region. So verkürzte er die Zeit bis zum Einchecken in die beiden Hotels „Alte Schule“ und „Alte Schmiede“. Nach dem Abendessen in der „Alten Schule“ – Dreigängemenue mit Fisch oder Fleisch – bekamen die Städtereisenden Besuch vom „Hannes“, einem norddeutschen Büttenredner, der mit seinem Vortrag schnell die Herzen der Kölner Gäste gewann und Gemütlichkeit bis zum Abwinken vorbereitete. Orden und Alaaf waren der verdiente Lohn dieser ausgezeichneten Rede. Am darauf folgenden Samstag begann der Tag mit einem umfang-reichen Frühstücksbüfett. Der Clou dabei war: Es gab zwar eine reichhaltige Auswahl aber – keine hart gekochten Eier! Das bedeutete für Anne Gelb-Wintrich und Bernd Tewes: Die Flachserei ging um so heftiger weiter! Nach so viel „Kultur“ und einer kurzen Freizeit hatten sich alle ein schmackhaftes Mittagessen – Steak, Bandnudeln, Pilzsauce – im „Haus der Getreuen“ redlich verdient. Zurück im Hotel stand die Prüfungsabnahme zum Friesenpatent (Seemannspatent) auf dem Programm. Krabbenpulen, Teebeutelweitwurf, Seemannsknoten und die Kenntnis der Ostfriesischen Inseln waren die Prüfungssthemen. Im Anschluss an die Auswertung der Prüfungsunterlagen konnte Ostfriese Günther Renken mit seinen Assistenten Inge Jecht und Helmut Brunken die Siegerehrung vornehmen. Einen Trostpreis erhielt Christiane Höll als Siegerin von hinten. Erster von vorne wurde Ludger Brackmann mit 79 Punkten. Den zweiten Platz teilten sich Karl Krämer und Manfred Zwinkel mit jeweils 65 Punkten. Der Präsident dankte dem „Teebeutel-regisseur“ und seiner Crew in humorvollen Worten mit dem Sessionsorden und Bützje – bei den Männern vertreten durch Es war einfach exzellent und reichhaltig, für jeden Geschmack Der dritte und letzte Tag der Fahrt begann wie schon tags zuvor mit einem guten, reichhaltigen Frühstücksbüfett – und wie konnte es wohl anders sein – ohne hart gekochte Eier! Anne Gelb-Wintrichs Heißhunger wuchs von Minute zu Minute. Doch Präsidentengattin Ulla Vogel und Bernd Tewes hatten vorgesorgt. Im Bus auf der Fahrt nach Emden, der ersten Etappe der Heimreise, meldete sich Bernd zu Wort und meinte: „Es ist ja erstaunlich, wie viel Freude man 50 gestandenen Karnevalisten mit ein paar Eiern machen kann. Deshalb haben Ulla und ich mit tatkräftiger Unterstützung von Rosi Snyders dafür gesorgt, dass Anne doch noch zufrieden nach Hause fahren kann.“ Unter dem brausenden Gelächter aller Businsassen überreichte Ulla Vogel Anne Gelb-Wintrich 40 hart gekochte Eier zur freien Verfügung. Nicht faul lief diese sofort durch den Bus und verteilte die Leckerbissen auch an interessierte Mitreisende. Es folgte eine weitere Kurzinformation von Manfred Hähle über Ostfriesland: Aurich, Loppersum (der schiefste Turm Europas – schiefer als der Turm von Pisa) und Emden (Industrie und Fischfang). In Emden erfuhren die Städtereisenden dann während einer Grachtenfahrt von der Kunsthalle aus vorbei an Wasserturm, Boltenturmbrücke, Mühle, Kesselschleuse, jüdischem Friedhof und lutherischer Kirche viel Bernd Tewes |

































































































































































































































































































































































