Spanischer Abend bei der GA


Das ging doch nicht mit rechten Dingen zu! Hatte doch die Große Allgemeine KG schon vor 14 Tagen die Mitglieder der Greesberger zu einem spanischen Abend in ihrem Casino in der Kaygasse eingeladen. Ob man zu diesem Zeitpunkt schon geahnt hatte, dass Deutschland und Spanien im Endspiel um die Europameisterschaft stehen. Sei es, wie es sei! Die GA hatte somit aber alles richtig gemacht. Das Casino in der Kaygasse ist der Mittelpunkt der Gesellschaft. Die Kaygasse, eine der bekanntesten Adressen in Köln. Seit 1987 hat die Große Allgemeine hier ihr Vereinsheim. Die Räumlichkeiten liegen im Souterrain des Studentenwohnheims der Stiftung „Kaufmannshof Hanse“.


Die Kellerlage bietet nach hinten hinaus eine Terrasse im Grünen mit Blick auf das Hotel Wasserturm. In Eigenleistung haben Mitglieder die für vielerlei Versammlungen und Festlichkeiten nutzbaren Räum-lichkeiten ausgebaut. Für den spanischen Abend hatten die Ausrichter der GA auch alles typisch spanisch geschmückt. Man muss wissen, zwischen den Spaniern und den Kölschen gibt es ja auch einige Gemeinsamkeiten. Was bei uns das Mariechen ist, nennt man in Spanien Flamenco-Tänzerin. Oder die dicke Trumm im Vergleich zu den Kastagnetten. Mit den Kastagnetten passt man in jede noch so überfüllte Kneipe. Das wird mit der dicken Trumm schon etwas schwieriger. Unser FC Hennes hat Vorteile gegenüber dem Stier. Für den armen Stier wird jeder Auftritt in der Arena zum Gemetzel. Gut, das kann beim FC auch passieren, aber im Gegensatz zum Stierkampf gibt es zumin-dest die Möglichkeit, dass die Geißböcke auch mal gewinnen. Was in den Brauhäusern der Halve Hahn ist, sind in den Bodegas die Tapas. Die sollen entstanden sein, weil der Spanier gerne Bierdeckel auf sein Glas legt – mit Oliven zur Beschwerung. In Köln ist das unnötig. Hier wird Bier getrunken, nicht zugedeckt. Zwei Wahrzeichen: Die Sagrada Familia in Barcelona und der Kölner Dom haben vieles gemeinsam. Beide sind Weltkulturerbe. An der Kathedrale von Antoni Gaudi wird seit 126 Jahren gebaut, sie wird irgendwie nicht fertig. Kennen wir vom Dom. Doch der Kölsche bevorzugt statt Sangria immer noch das frische Kölsch. Und diese Kölschstangen gab es bei der GA nun reichlich. Aber auch köstliche spanische Weiß- und Rotweine wurden gereicht. Präsident Hans- Peter Vogel begrüßte die Gäste der Greesberger und selbstverständlich auch die eigenen Mitglieder der GA. Nach seiner kurzen Ansprache gab er das Buffet frei. Auf dem Buffet standen die feinsten Speisen wie: Gazpacho, Serrano- Schinken, Pinchos, Albondigas, Tortilla, Churizo, Oliven und Mandeln, Sardellen und einiges mehr. Vermutlich hatten die Fernsehköche Johann Lafer und Horst Lichter dort mitgewirkt. Lafer! Lichter! Lecker! Ein besonderes Lob an die Küchenbesatzung! Aber auch der Unterhaltungsteil kam nicht zu kurz. Die spanische Musik kam allerdings aus Chile. Die „Ortiga“, sangen und spielten dazu auf ihren Instrumenten. Sie ver-breiteten spanisches Flair an historischer Stelle.


Nach dem musikalischen Beitrag wurden, ähnlich wie bei den Greesbergern, die letzten Sessionsorden verteilt. Die Ordensverteilung wurde begleitet von einem Alaaf- Ruf, was soviel wie Ole’ bedeuten sollte. Nachdem der Zeiger der Uhr auf Mitternacht zuging, löste sich allmählich dat janze Schmölzje auf.



Der absolute Höhepunkt zum Abschluss sollte aber erst an einem anderen Tag folgen, nämlich der Gewinn der Europameisterschaft gegen Spanien. Denkste! Der spanische Stier war am Ende übermächtig. Tränen- Party am Rhein mit südländischem Flair in einer mediterranen Sommernacht. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an unsere deutsche Nationalmannschaft, die uns so manchen
herrlichen Fußballabend ermöglichte und an die Mitglieder der GA, die uns einen wunderschönen spanischen Abend geboten hat.



Georg Steinhausen
Große KG Greesberger

 

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